Donnerstag, 22. November 2012
Rückreise
Wir sind unseren Mietwagen erfolgreich losgeworden und haben auch unsere 30 $ für die Starthilfe zurückbekommen. Diesmal sind wir 2500 km gefahren, also Nord und Südinsel zusammen dann etwa 4200 km.

Hier am Flughafen in Christchurch sechs Flüge. Wir sind natürlich viel zu früh dran und schlagen die Zeit mit dem kostenlosen Internet um die Ohren.

Die Route geht diesmal über Sydney, Bangkok, Dubai nach Düsseldorf. Dort kommen wir Samstag um 12.50 Uhr an. In Kleve sind wir dann aber frühestens um 16 Uhr.


In Sydney haben wir die Oper vom Flugzeug aus gesehen. Da wir aber im mittleren Block saßen, konnten wir kein Foto machen. Beim nächsten Flug haben wir die gleichen Plätze, aber zusätzlich ist es dann auch schon dunkel.

Der Flug nach Bangkok ist sehr turbulent. Die schlimmsten Turbulenzen sind auch noch ausgerechnet dann, als gerade das Essen serviert wurde. Es ist so schlimm, dass selbst die Stewardessen sich hinsetzen und anschnallen müssen. Die Passagiere sind mit Essen und Getränke festhalten beschäftigt.

In Bangkok selbst darf man es sich zum ersten Mal aussuchen, ob man lieber in den Flughafen aussteigen möchte oder lieber im Flugzeug sitzen bleiben möchte. Da man im Flughafen wieder durch die Handgepäckskontrolle müsste und wir beide auch recht müde sind, bleiben wir sitzen. Bene legt sich quer auf 4 Sitze und ich vertrete mir im Gang die Beine. Doch dann kommen die Reinigungskräfte - und zwar viele - und wuseln um uns rum, um Müll aufzusammeln, Kissenbezüge zu tauschen und Essen nachzufüllen. Es geht recht stressig zu und man steht immer im Weg. Nachdem sie die hintere Flugzeugtüre aufgemacht haben wird es schnell recht heiß. Nachts um 1 Uhr hat es in Bangkok immer noch 30 °C. Dann kontrollieren wieder andere die Bordingkarten und man muss ein Handgepäck identifizieren. Alles nicht identifizierte wird weggeworfen. Hoffentlich haben die, die ausgesteigen sind, auch alles mitgenommen...

Später in Dubai wurde das Umsteigen dann noch blöder. Das Boarden dauert ewig, weil immer nur bestimmte Leute durchs Gate dürfen. Als wir endlich dürfen - nach etwa fünf Missverständnissen - muss man auch noch 15 Min. Bus fahren. Obwohl das Flugzeug ausnahmsweise mal nur halb voll war und für Boarden 45 min statt 30 min eingeplant war, sind wir trotzdem viel zu spät losgeflogen.

In Düsseldorf sind wir denoch pünktlich gelandet. Gepäck lässt auf sich warten, aber den Zug erreichen wir ohne Hetzerei. Der kommt allerdings auch 5 min zu spät, sodass wir am Hauptbahnhof wieder rennen mussten.

Zuhause erwartet und schreckliches Nieselwetter, ein voller Briefkasten und ein leeres Schweinegehege. Nicht gerade das was man sich wünscht.

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Christchurch
In Christchurch sind wir erst einmal in den Botanischen Garten gegangen. Er ist kostenlos zugänglich und sehr hübsch. Sie sind gerade dabei, Vorbereitungen für die Weihnachtsveranstaltung im Park zu treffen. Weihnachten im Sommer fühlt sich echt komisch an.



Dann sind wir weiter in die Stadtmitte gelaufen, was gar nicht so einfach ist, weil man irgendwann an einen Punkt kommt, an dem man nur noch vor Bauzäunen und Baustellen steht. Wegen dem Erdbeben vor fast zwei Jahren ist noch immer die ganze Innenstadt gesperrt und nicht einmal für Fußgänger zugänglich. Die Einkaufsstraße haben sie in eine kleine Containerstadt verfrachtet.

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Pazifikküste
Auf dem langen Weg von Dunedin nach Christchurch haben wir natürlich ein paar mal am Strand Halt gemacht. Zum Beispiel bei den bizarren Steinformationen "Moeraki Boulders".



Auch haben wir an abgelegeneren Stränden nach Paua-Muschel-Schalen gesucht - und auch welche gefunden. Die großen schillern innen blau-grün-türkis und die kleinen eher rosa oder wie Perlmut. In den Souvenirläden werden die für 10 EUR pro Stück verkauft.



An einem Strand waren wir so auf die Steine, die Muscheln und den Sand auf dem Boden fixiert, dass wir ganz überrascht waren, dass plötzlich eine Robbe vor uns im Schatten lag. Als ich vor Schreck eine Schrei losgelassen habe, hat sie uns angefaucht und wir sind schnell zurück gegangen. Da waren dann noch zwei andere Robben, die wir auf dem Hinweg übersehen haben. Später kam dann noch ein Pinguin dazu.

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Mittwoch, 21. November 2012
Dunedin
Der Ausflug auf die Otago Halbinsel war ein totaler Reinfall. Eigentlich sollte man dort Robben, Seelöwen, Pinguine und Königsalbatrosse beobachten können, und es war auch gutes Wetter, aber überall, wo man die hätte sehen können, wollten die halsabschneiderisch viel Geld dafür und/oder die letzte geführte Tour war schon vorbei und ohne Tour darf man erst recht nicht hin.



In Dunedin selbst haben wir dem Bahnhof (Bild) einen Pflichtbesuch abgestattet, der Chinesische Garten und die Schokoladenfabrik waren schon zu, und die Innenstadt selbst ist nicht so sehenswert. In der Gaststätte der größten Brauerei Neuseelands (Speight's) haben wir dann gut zu Abend gegessen und alle Biersorten durchprobiert.

Wir sind hier nicht in einem Hotel, sondern in einem privaten Bed&Breakfast. Das Zimmer ist echt komisch, denn das Bad ist mitten drin und nur durch Milchglas etwas abgetrennt. Mit aufs Klo gehen ist das echt merkwürdig. Aber da hier nicht alle Zimmer ein eigenes Bad haben, gibt es noch ein Etagenbad.

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Te Anau und Milford Sound
Zwei Nächte waren wir in Te Anau, dem Tor zum Fiordland (kein Tippfehler, schreibt man wirklich mit i und nicht mit j). Dort haben wir einen Ausflug zum Milford Sound gemacht. Recht abendteuerliche Straße mit einspurigem Tunnel (Blockabfertigung) und nachts gesperrt. Im Milford Sound haben wir dann eine Kayaktour gemacht. Während wir und am Ufer umgezogen und fertig gemacht haben, haben wir und mit den Sandflies angefreundet. Die Stiche an Händen und Hals jucken mehr als Schnakenstiche und schwellen wunderbar an. Bene hat sogar noch mehr als ich. Auf dem Wasser gab es zum Glück keine mehr und wir konnten die Tour genießen. Unsere Gruppe bestand aus 6 Leuten und dem Guide. Da der Sound Verbindung zum Meer hat, waren die Wellen ganz schön hoch und man musste paddeln wie wild, um dagegen anzu kommen. Im zurück haben wir die 3 Boote zusammen gekettet und ein Segel gespannt.





Auf dem Rückweg nach Te Anau hat dann ein Kea (einheimischer Papagei) sich an unserem Auto zu schaffen gemacht. Die anderen Deutschen auf dem Parkplatz waren sehr froh, dass er nicht ihr Auto gewählt hatte.

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Sonntag, 18. November 2012
Queenstown
Gestern Abend sind wir noch mal in die Stadt gefahren. Das Hotel ist etwas außerhalb, aber man könnte schon laufen, wenn es nicht regnen würde. Jedenfalls wollten wir ins Hard Rock Cafe Queenstown zum Abendessen. Weil wir es bei der angegebenen Adresse nicht gefunden haben, haben wir in der Touri-Info gefragt. Die wusste von nichts und hat uns dann gegoogelt, dass es schon im Jahr 2006 zu gemacht hat. Wir sind dann wo anders hin. Auf der Rückfahrt hat uns dann die Polizei angehalten. Ich hatte schon befürchtet, dass wir Probleme kriegen, weil wir nur einen deutschen Führerschein dabei haben und die Passports im Hotel lagen. Aber sie wollte nur Alkohol testen. Es ist ein Gerät gewesen, das aussah wie ein Teaser und man musste nur einen Satz rein sprechen anstatt zu pusten. Bene hatte zum Glück nichts getrunken, obwohl in Neuseeland die Grenze bei 0.8 Promille läge. Alkohol ist hier schon etwas teuer, aber so richtig teuer ist rauchen. Eine Packung (20 Zigaretten) kostet hier 12 bis 15 EUR. Bis 2025 wollen die Neuseeländer das Rauchen komplett abschaffen. Deswegen ist es so teuer und auch überall verboten.



Heute hat es endlich aufgehört zu regnen und am Nachmittag haben sich auch noch die Wolken verzogen und es wurde richtig schönes Wetter. Wir sind zur Talstation der Gondel gefahren, die auf den Bob’s Peak fährt. Da sie uns zu teuer war (18 EUR p.P.), haben wir beschlossen nach oben zu Laufen. Der Weg war ziemlich steil und anstrengend und aufgrund der Leute, die uns auf dem Weg begegnet sind, haben wir die Theorie aufgestellt, dass nur Deutsche so verrückt sind, da hoch zu laufen. Auf der Strecke kamen und immer wieder Mountain-Bikers entgegen. Die fahren mit der Gondel hoch und mit dem Bikes rasen sie wieder runter. Nach 450 Höhenmetern sind wir an der Bergstation angekommen. Dort kann man noch andere Aktivitäten machen, wie Bungee springen oder Tarzan-Bahn fahren. Beliebt ist auch eine Mischung aus GoKart und Sommerrodelbahn. Alles leider total überteuert. Nachdem wir uns erholt hatten, sind wir wieder runter gelaufen und der Tag war auch schon fast rum.

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Samstag, 17. November 2012
Auto noch kaputter und Wetter noch regnerischer
Heute Morgen ist, wen wundert es, unser Auto wieder nicht angesprungen. Wieder den AA-Mann angerufen. Der kam dann auch und hat wieder Starthilfe geleistet. Wir hatten uns schon fast in das Schicksal ergeben, dass das jetzt wohl jeden Tag so weiter gehen würde, da sagte der Mann, wir sollen mit rüber zur Werkstatt kommen und er checkt noch mal die Batterie. Er hat dann rausgefunden, dass zwei der sechs Zellen defekt sind. Wir erinnern uns, dass der Mann gestern gesagt hatte, sie sei in Ordnung. Der AA-Mann hat uns dann eine neue Batterie eingebaut und mit unseren Mietwagen-Verleihern das finanzielle geklärt. Nun sehen auch die endlich ein, dass das nicht unser Verschulden ist. Die dachten ja, dass wir das Licht über Nacht angelassen hatten.

Nachdem alles wieder in Ordnung ist mit dem Auto, sind wir bei Regen Richtung Queenstown aufgebrochen und bei immer noch Regen dort angekommen. Auf dem Weg dort hin war es wenig spektakulär. Habe ich schon erwähnt, dass es regnete und auch immer noch regnet? Vom Nieseln bei Ankunft in Queenstown ist es inzwischen zu Schüttregen übergegangen. Es gibt viele Arten von Regen. Hier gibt es alle davon.

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Freitag, 16. November 2012
Verregnete Gletscher im Regen
Heute war der erste Tag mit schlechtem Wetter. Erwähnte ich schon, dass es den ganzen Tag geregnet hat? Anfangs nur Nieselregen, dann aber später immer stärker. Die Regenjacken taten guten Dienst - Oberkörper blieb trocken - aber dafür leiten sie das Wasser schön an die Hose weiter. Total durchnässt sind wir dann am Franz Josef Gletscher angekommen. Also so richtig nah haben sie einen ja gar nicht hingelassen. Ziemlich dreckig und überhaupt nicht so sehenswert, jedenfalls nicht bei dem Wetter. Hab ich schon erwähnt, dass den ganzen Tag geregnet hat? Nachdem wir uns im Hotel aufgewärmt und trocken angezogen haben, hat uns die Sonne versucht zu täuschen und so sind wir doch noch zum Fox Gletscher aufgebrochen. Doch schnell hat es wieder angefangen zu regnen, sodass jeder von uns jetzt zwei nasse Hosen hat. Auch der tolle Blick vom Lake Matheson auf die Berge blieb uns durch tief hängende Wolken verwehrt. Erwähnte ich schon, dass es den ganzen Tag geregnet hat?



Als wäre der Regen nicht genug für einen Tag, streikte unser 12 Jahre junges Auto, als wir heute morgen vom Motel losfahren wollten. Vielleicht wollte es uns vor dem Regen und dem schlechten Wetter warnen oder uns schon mal auf die Stimmung einstellen. Jedenfalls hat der Besitzer des Motels sich sehr bemüht, aber das hat nichts geholfen. So haben wir die Mietwagen-Leute angerufen und die haben gemeint, wir sollen das neuseeländische Pendant zum ADAC anrufen. Das haben wir dann auch gemacht und der AA-Mann kam dann auch gleich und hat unsere Drecks-Karre zum Laufen gebracht. Die 30 $ mussten wir selber zahlen. Bis jetzt war zum Glück nichts mehr. Immer wieder angesprungen.



Zu allem Übel hat es dann auch noch den ganzen Tag geregnet und wir wurden klatsch-nass. Erwähnte ich schon, dass es den ganzen Tag geregnet hat?

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Donnerstag, 15. November 2012
Felsen, Klippen und Robben
Am Morgen haben wir an der Slingbridge gehalten. Die wackelige schmale Brücke führt über eine tiefe Schlucht und dann durch einen Urwald zu einem Wasserfall. Im Zurück sind wir nicht über die Brücke gegangen, sondern haben die Tarzan-Bahn über die Schlucht genommen.



Am Mittag sind wir vom Cape Foulwind bei Westport zur Pelzrobben-Kolonie gewandert. Der Weg schlängelte sich sehr idyllisch oben an der Klippen entlang. Erst waren wir enttäuscht, dass keine Robben da waren. Im Reiseführer stand aber auch, dass man sie erst ab Ende November sehen kann. Aber dann haben wir genauer geschaut: Die Robben sind in den braunen Felsen einfach sehr gut getarnt.



Am Nachmittag haben wir noch die Pancake Rocks in Punakaiki besichtigt. Hier waren sehr viele Touristen. Scheint wohl ein „Must see“ in Neuseeland zu sein.

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Sonnenfinsternis und Schafe


Den Marlborough Sounds haben wir kurvenreich den Rücken gekehrt und sind etwas ins Landesinnere nach Murchison gefahren.

Hier sind die Hügel höher und nicht mehr mit Gras bewachsen, sondern bewaldet. Auch gibt es viele gelb blühende Büsche, die ich für Ginster halte.



Das Klima muss recht trocken sein, da überall die Rasensprenger laufen – auch auf den Weiden. Wir wohnen auf einer Art Campingplatz in einem kleinen Häuschen. Die Besitzer des Campingplatzes haben noch eine Farm bei der sie abends den Gästen eine „Show“ bieten. Man darf die Schafe, Emus und Schweine füttern. Dann treibt der Hund die Schafe zusammen und sie scheren eines davon. Aber von Hand mit einer Schere, nicht mit dem Rasierer.



Die Sonnenfinsternis war ein bisschen enttäuschend. Wir haben im Fernsehen die Uhrzeit nicht richtig verstanden und dann hatten wir auch keine Brille zum durchschauen. Irgendwann ist uns dann die Plastikfolie von den Müsliriegeln in die Hand gefallen. In dem Moment war die Sonne nur noch etwa halb vom Mond verdeckt und hatte, dank der Folie, einen Lila-Stich. Irgendwie haben wir die Finsternis verpasst. Aber es ist auch möglich, dass es bei uns auch gar keine totale Finsternis war, sondern dass diese nur in Auckland sichtbar war.

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Dienstag, 13. November 2012
Marlborough Sounds
Am Morgen haben wir erst einmal unseren neuen Mietwagen abgeholt. Die Frau war nicht da, also haben wir mit der Telefonzelle die kostenlose Hotline angerufen. Die Frau kam dann gleich. Unser Mietwagen ist ein 12 Jahre alter Nissan Pulsar. Die Frau meinte, dieser „SuperSaver“ wäre das Beste, wenn man nur die Standard Versicherung nimmt (denn da ist ja schon alles kaputt, zerkratzt und zerschlissen, also kann man auch für nichts mehr belangt werden). Sie hat fleißig alle Mängel aufgeschrieben und uns gesagt, wir sollen in Christchurch ausrichten, dass die dieses Auto ja nicht mehr zu ihr zurück schicken sollen.



Bene findet das Auto gar nicht so schlimm und wir sind gleich damit Richtung Queen Charlotte Track aufgebrochen. Das ist ein Wanderweg auf der Bergkette zwischen dem Queen Charlotte Sound und dem Kerepuru Sound. Auf den engen, kurvigen Straßen ist Bene gefahren wie die gesenkte Sau, sodass uns am Ende vom Tag beiden schlecht war.



Der Track und die Sounds sind wirklich sehr schön. Die Fjorde sind umringt von Urwald bewachsenen Hügeln - viele Farne so groß wie Palmen. Das Wetter war sonnig mit ein paar Wolken, aber zwischen durch immer mal wieder recht windig.

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Montag, 12. November 2012
Von Nord nach Süd
Heute Morgen haben wir erst einmal ausgeschlafen und dann noch den restlichen Morgen im Zimmer verbummelt. Nachdem wir um spätestens 11 Uhr auschecken mussten, sind wir dann noch Richtung Flughafen gefahren und haben den Flugzeugen beim Starten und Landen zu geschaut. Immer noch viel zu früh dran, haben wir dann unseren Mietwagen abgegeben. Der Mann hat so einen Stress gemacht, uns schnellst möglich zum Fährhafen zu bringen, sodass ich vergessen habe den Kilometerstand aufzuschreiben. Aber es müssten so 1700 km gewesen sein. Das Auto war 3 Jahre alt und ist bei jedem Mal noch schlechter angesprungen. Vorne waren andere Reifen drauf als hinten und einer hatte schon eine riesen Macke.



Am Fährhafen angekommen, haben wir unsere Koffer abgegeben, so wie man es auch am Flughafen macht. Zum Schluss kriegt man sie auch wieder auf so einem Karussell wie am Flughafen. Mir kam es so vor als wären nur Deutsche in der Wartehalle, aber das kann auch täuschen. Die Fähre ist recht klein, aber die Fahrt geht auch nur 4 h. Als wir aus der Bucht von Wellington raus aufs offene Meer kamen, hat das Schiff ziemlich geschwankt, sodass es dem Bene ganz schön unwohl war. Es wurde erst besser als wir an der Südinsel in die Sounds gefahren sind.



In Picton sind wir dann zum Hotel gelaufen. Es war nicht weit. Picton ist nicht groß. Den Mietwagen holen wir erst morgen ab. Im Hotel war wiedermal eine Deutsche an der Rezeption. Die war recht unfreundlich und hat uns auch noch gedutzt… Aber der Rest vom Hotel ist ganz gut. Durch eine der vielen Werbe-Broschüren für Touristen haben wir uns ein gratis Frühstück für morgen früh hier im Hotel erschlichen.

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Sonntag, 11. November 2012
Wellington
Heute sind wir gegen Mittag bei schlechtem Wetter in Wellington, Neuseelands Hauptstadt, angekommen. Zum Glück hat es dann aber zu regnen aufgehört und es war nur noch bewölkt und stürmisch. Wir haben dennoch beschlossen uns erst einmal in Neuseelands Nationalmuseum „Te Papa“ zu verziehen. Es ist ein riesiges Museum über 6 Etagen mit vielen interaktiven Elementen und zwei „Rides“ (Film auf einer großen Leinwand mit wackelnden Sitzen, wie es es auch in Freizeitparks gibt). Es waren viele Familien mit Kindern dort. Sie zeigen Natur und Landschaften genauso wie Plattentektonik und Erdbeben. Aber auch Einwanderung und Einfluss der Engländer und Polynesier sind thematisiert. Man kann sich dort ewig aufhalten, zumindest bis einem die Füße weh tun. Erstaunlicherweise ist der Eintritt gratis, nur die beiden Rides kosten extra.



Danach haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Stadt gemacht bis hin zum „Beehive“ (engl. für Bienenkorb), den Parlamentsgebäude. Recht früh und geschafft sind wir ins Hotel zurück gekehrt. Noch schnell Auto entmüllen, schließlich müssen wir es morgen vor der Fähre abgeben und kriegen dann auf der Südinsel ein Neues.

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Samstag, 10. November 2012
Heinz Wattie's und die Kiwi Familie
Die beiden Städte Napier und Hastings liegen beide nah beieinander in der Hawkes Bay. In Hastings ist die große Fabrik von Heinz Wattie’s ansässig. Gerüstet mit Overall, Gummistiefel und Helm hat uns meine neuseeländische Kollegin Gemma hat uns durch die Produktionsstätte in der Kings Street geführt. Dort werden allerhand Lebensmittel in Dosen produziert: Baked Beans, Spaghetti in Tomatensoße, etc. Ein Kollege names Owen hat uns anschließend durch die Produktionsstätte in der Tomoana Street geführt. Dort wird Marmelade und verschiedene Soßen hergestellt. In die Fabrik für gefrorene Fertigprodukte durften wir nicht, da die Hygienevorschriften dort sehr streng sind. Auf dem Weg durch die Fabrik haben wir viele andere Kollegen getroffen. Eine davon, Petra, ist aus Südafrika ausgewandert. Ihre Eltern sind Deutsche, die ihrerseits nach Südafrika eingewandert sind. Sie war sehr glücklich endlich mal wieder mit jemandem Deutsch sprechen zu können. Nach Feierabend ging die ganze Produkt-Entwicklungs-Truppe noch einen Trinken. Eine ehemalige Kollegin war in der Stadt und hat Kuchen von ihrer neuen Firma mitgebracht. Es war recht lustig mit den fast 20 Leuten, die alle echte Kiwis waren (keine Einwanderer).

Am Abend sind wir dann zu Gemmas Eltern gefahren. Sie wohnen ziemlich außerhalb in einem Anwesen auf einem Hügel. Wir waren sehr überrascht und hatten uns erst unwohl gefühlt, weil die Eltern ziemlich reich zu sein scheinen. Das Gästezimmer mit eigenem Bad steht dem Hotelzimmer des Hiltons in nichts nach. Sie haben einen Bungalow mit 5 Schlafzimmern, 3 Bädern und 2 Wohnzimmern. Zudem eine Terrasse mit Blick über die ganze Hawkes Bay inklusive Whirlpool und Tennisplatz.


Blick von der Terrasse

Die Mutter hat noch ein weißes Pferd im Stall und der Vater ein Motorboot in der Garage. Sie haben „nur“ noch ein paar hundert Schafe und Kühe, weil sie ihre Farm verkauft haben, um das Haus zu bauen. Es ist noch keine 10 Jahre alt. Trotz allem sind es aber ganz normale Leute, überhaupt nicht abgehoben. Und bonzige Autos haben sie auch nicht. Darauf legen Neuseeländer scheinbar nicht so viel Wert wie Deutsche. Auch beim Hilton Hotel waren einige Autos in unserem Niveau und nur wenige Noblere. Aber bei den Straßen lohnt sich was Teures auch nicht. Sie lassen einen mitten durch die Baustellen fahren und die Kieselsteine spritzen nur so auf Lack und Scheiben. Wie auch immer, am Abend gab es dann ein wunderbares Drei-Gänge-Menü mit Fischküchlein, Lamm mit Spargel und einem Baiser-Pflaumen-Dessert.

Am nächsten Morgen war die Mutter schon zum Ausritt gegangen, der Vater hat im Garten gearbeitet. Wir haben mit Gemma gefrühstückt und dann eine Radtour mit Weinprobe gemacht.



In einem Café am Strand sind dann Gemmas Eltern zu uns gestoßen und nach dem Mittagessen dort haben wir die Räder in ihren Anhänger geladen und sind wieder zurück gefahren.



Neben Gemmas Unterhaltungsprogramm am Nachmittag, einer Rundfahrt am Cape Kidnappers, haben wir uns bei der Weiterreise noch in Hastings verfahren. Ist gar nicht mal so klein dort, aber sehr schön alles. In Palmerston North sind wir dann erst gegen 20 Uhr angekommen. Nicht so schlimm, denn in Palmerston North gibt es sowieso nichts zu sehen. Da waren sich alle Heinz Mitarbeiter einig.

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