Samstag, 10. November 2012
Heinz Wattie's und die Kiwi Familie
Die beiden Städte Napier und Hastings liegen beide nah beieinander in der Hawkes Bay. In Hastings ist die große Fabrik von Heinz Wattie’s ansässig. Gerüstet mit Overall, Gummistiefel und Helm hat uns meine neuseeländische Kollegin Gemma hat uns durch die Produktionsstätte in der Kings Street geführt. Dort werden allerhand Lebensmittel in Dosen produziert: Baked Beans, Spaghetti in Tomatensoße, etc. Ein Kollege names Owen hat uns anschließend durch die Produktionsstätte in der Tomoana Street geführt. Dort wird Marmelade und verschiedene Soßen hergestellt. In die Fabrik für gefrorene Fertigprodukte durften wir nicht, da die Hygienevorschriften dort sehr streng sind. Auf dem Weg durch die Fabrik haben wir viele andere Kollegen getroffen. Eine davon, Petra, ist aus Südafrika ausgewandert. Ihre Eltern sind Deutsche, die ihrerseits nach Südafrika eingewandert sind. Sie war sehr glücklich endlich mal wieder mit jemandem Deutsch sprechen zu können. Nach Feierabend ging die ganze Produkt-Entwicklungs-Truppe noch einen Trinken. Eine ehemalige Kollegin war in der Stadt und hat Kuchen von ihrer neuen Firma mitgebracht. Es war recht lustig mit den fast 20 Leuten, die alle echte Kiwis waren (keine Einwanderer).

Am Abend sind wir dann zu Gemmas Eltern gefahren. Sie wohnen ziemlich außerhalb in einem Anwesen auf einem Hügel. Wir waren sehr überrascht und hatten uns erst unwohl gefühlt, weil die Eltern ziemlich reich zu sein scheinen. Das Gästezimmer mit eigenem Bad steht dem Hotelzimmer des Hiltons in nichts nach. Sie haben einen Bungalow mit 5 Schlafzimmern, 3 Bädern und 2 Wohnzimmern. Zudem eine Terrasse mit Blick über die ganze Hawkes Bay inklusive Whirlpool und Tennisplatz.


Blick von der Terrasse

Die Mutter hat noch ein weißes Pferd im Stall und der Vater ein Motorboot in der Garage. Sie haben „nur“ noch ein paar hundert Schafe und Kühe, weil sie ihre Farm verkauft haben, um das Haus zu bauen. Es ist noch keine 10 Jahre alt. Trotz allem sind es aber ganz normale Leute, überhaupt nicht abgehoben. Und bonzige Autos haben sie auch nicht. Darauf legen Neuseeländer scheinbar nicht so viel Wert wie Deutsche. Auch beim Hilton Hotel waren einige Autos in unserem Niveau und nur wenige Noblere. Aber bei den Straßen lohnt sich was Teures auch nicht. Sie lassen einen mitten durch die Baustellen fahren und die Kieselsteine spritzen nur so auf Lack und Scheiben. Wie auch immer, am Abend gab es dann ein wunderbares Drei-Gänge-Menü mit Fischküchlein, Lamm mit Spargel und einem Baiser-Pflaumen-Dessert.

Am nächsten Morgen war die Mutter schon zum Ausritt gegangen, der Vater hat im Garten gearbeitet. Wir haben mit Gemma gefrühstückt und dann eine Radtour mit Weinprobe gemacht.



In einem Café am Strand sind dann Gemmas Eltern zu uns gestoßen und nach dem Mittagessen dort haben wir die Räder in ihren Anhänger geladen und sind wieder zurück gefahren.



Neben Gemmas Unterhaltungsprogramm am Nachmittag, einer Rundfahrt am Cape Kidnappers, haben wir uns bei der Weiterreise noch in Hastings verfahren. Ist gar nicht mal so klein dort, aber sehr schön alles. In Palmerston North sind wir dann erst gegen 20 Uhr angekommen. Nicht so schlimm, denn in Palmerston North gibt es sowieso nichts zu sehen. Da waren sich alle Heinz Mitarbeiter einig.